Leistunganalysatoren

Unter Leistungsanalysatoren (auch: Leistunganalysatoren) versteht man Leistung messende Geräte. Diese Geräte ermöglichen die Erfassung von Effektivwerten und die Analyse von Oberschwingungen an mehrphasigen Objekten. Auch für die Analyse an Frequenzumrichtern eignen sich die Geräte sehr gut.

Gute Geräte zeichnen sich besonders durch einen sehr hohen Frequenzbereich aus. Sie eignen sich üblicherweise für die Leistungsanalyse der Oberschwingungen sowohl an 1-phasigen als auch an 3-phasigen Objekten. Die Form der Wellen und die numerischen Werte sollten in Echtzeit angezeigt werden können, idealerweise sind beide Werte parallel sichtbar.

Viele Geräte verfügen über eine entsprechende Schnittstelle, RS232 oder USB kommen hier häufig zum Einsatz. Mit Hilfe einer entsprechenden PC-Software, die üblicherweise beim Erwerb eins Leistungsanalysators mitgeliefert wird, können die Daten dann in Echtzeit übertragen werden und analysiert werden. Auch die nachträgliche, offline-Analyse, ist in der Regel kein Problem mehr. Durch die PC-Software kann die Auswertung im größeren Rahmen erfolgen. Besonders die Visualisierung zählt hier zu den Pluspunkten und auch die benutzerdefinierte Auswertung der Daten steht ganz oben auf der Liste der Vorteile.

Die Genauigkeit des Analysators beträgt je nach Qualität des Gerätes bis zu 0,05%. Üblicherweise ist ein qualitativ hochwertigeres Gerät auch teurer als ein günstigeres (Richtwert).

Neuartige Geräte verfügen über ein farbiges Touch Display und ermöglichen damit eine überaus einfache Bedienung. Daten können entweder per Ethernet-Schnittstelle oder per Modem übertragen und fern abgefragt werden. Auch die Speicherung der Daten auf auswechselbaren Speichermedien (beispielsweise Compact Flash) ist in neuen Geräten bereits vorgesehen und implementiert.

Moderne Leistungsanalysatoren sind vergleich in der Arbeitsweise mit Digitaloszilloskopen. Sie tasten das zu messende Signal diskret ab. Anders jedoch als bei Oszilloskopen werden bei Leistungsanalysatoren die Abtastwerte der Signale Spannung und Strom miteinander multipliziert, wobei jedoch nur Samplewerte miteinander multipliziert werden dürfen.